Klimawandel und Essen!

Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran. Unser Essen beeinflusst nachhaltig das Klima. Rund 15 % des durchschnittlichen Kohlendioxidausstoßes (CO2) geht in Deutschland auf das Konto Ernährung. Laut Umweltbundesamt (UBA) ist dies fast so viel wie für die Mobilität (18,8 %).

Klimawandel – was sollen wir essen?

Der CO2-Ausstoß beträgt bei einer vegetarischen Ernährung (ohne Fleisch und Fisch) rund zwei Drittel (66 %), bei veganem Essen (rein pflanzlich) nur etwa die Hälfte (53 %) im Vergleich zur herkömmlichen Ernährung mit Fleisch und Fisch. Diese Zahlen belegen: Beim Essen zählt jeder vegane Tag.

Wie den CO2-Ausstoß beim Essen reduzieren?

  1. Essen gehört nicht in den Müll
  2. Einkauf zu Fuß, per Rad oder mit Bus/Bahn erledigen
  3. Freilandgemüse und -obst aus der Region kaufen
  4. Bio bevorzugen
  5. Unnötige Verpackung vermeiden
  6. Weitgehend auf Klimakiller verzichten (z. B.: Rindfleisch, Butter, Käse, Fleisch allgemein, Pommes, Reis, Importware per Flugzeug)
  7. Vegane (tierfreie) Tage einlegen

Auf dieser Seite gibt es Tipps und vegane Rezepte für eine klimafreundliche Ernährung. Ein erster Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.

=> Klimafreundliche vegane Rezepte im Februar 

Klimawandel – was bedeutet das?

Der Klimawandel ist nicht wegzudiskutieren. Seit der Industrialisierung, um etwa 1850, stieg nach Angaben des Weltklimarates (IPCC) die durchschnittliche Temperatur der Erde bereits um etwa 1 °C an. Und es steigt weiter. 2015, 2016 und 2017 waren die wärmsten Jahre seit der Aufzeichnung des Klimas. Toll – endlich mediterranes Klima in Deutschland. Was wollen wir mehr?

Leider ein Trugschluss. Die Folgen sind fatal. Aufgrund des Klimawandels schmelzen einerseits die Gletscher und andererseits dehnen höhere Wassertemperaturen das Volumen des Meerwassers aus. Die Folge: In den letzten 25 Jahren stieg der Meeresspiegel bereits um sieben Zentimeter. Hört sich ja nicht so schlimm an, oder?

Weit gefehlt. Nicht nur die Gletscher der Alpen schmelzen, auch die Eisberge im Polarmeer nehmen ab. Küstenregionen bekommen Probleme, viele tief liegende Gebiete, wie etwa in Bangladesch, saufen sprichwörtlich ab. Tropische Paradiese wie die Malediven verschwinden in den Fluten. Aber auch vor den Küsten Deutschlands macht das steigende Meer nicht Halt. Das Weltnaturerbe Wattenmeer ist in Gefahr. Und was wird mit den Menschen, die in diesen Regionen leben? Ihnen bleibt keine andere Wahl, als zu flüchten. In Zukunft wird es vermehrt Klimaflüchtlinge geben.

Das Meer ist nicht die einzige Gefahrenquelle des Klimawandels. In manchen Regionen nehmen die Regenfälle stark zu, in anderen breitet sich Trockenheit aus und führen zu Dürreperioden und Waldbränden. Hitzewellen machen auch in Mitteleuropa immer mehr Menschen zu schaffen.

Kürzlich stand Jakarta, die Hauptstadt Indonesiens unter Wasser und in Australien wüteten Waldbrände. Pflanzen und Tiere haben gar keine Zeit, sich an die veränderten Lebensbedingungen anzupassen.

Natürlich gab es auch früher schon Warmzeiten. Einst gab es an den Polen kein Eis und der Meeresspiegel lag um 70 Meter höher als heute. Die Erde wird überleben. Das ist keine Frage. Aber was wird aus den Menschen und Tieren, die auf diesem Planeten leben?

Wenn Mensch und Tier überleben wollen, muss etwas geschehen – und zwar bald. Wir müssen uns von unserer Kuschelecke verabschieden, ob wir wollen oder nicht. Und dabei darf nicht vergessen werden, dass Länder wie China oder Indien mit ihrer Milliarden-Bevölkerung noch lange nicht da angekommen sind, wo die westliche Welt heute steht. Und diese Länder möchten auch etwas vom Wohlstandskuchen abhaben.

In den nächsten Jahrzehnten wird noch einiges an Ungemach auf die Menschheit zukommen, da gibt es kein Entrinnen, da hilft auch nicht, den Klimawandel zu ignorieren oder gar zu verleugnen.