COVID-19 und die Natur

COVID-19 gönnt der Natur eine Verschnaufpause

Die Corona-Pandemie raubt der Welt den Atem, legt derzeit ganze Volkswirtschaften nahezu lahm. Zahlreiche Unternehmen stoppten ihre Produktion und Lufthansa sucht händeringend Parkplätze für ihre Flieger. Die Tourismusbranche liegt am Boden. Die Venezianer sehen beim Blick durchs Fenster wieder Fische in ihren Kanälen. Und in der luftverschmutzten Lombardei platzen die Leichenhallen aus allen Nähten.

Italiens Natur – nur Kurzurlaub oder langfristige Erholung?

In Venedig legen derzeit keine Kreuzfahrtschiffe mehr an, was dazu führt, dass der Sandboden nicht aufgewirbelt wird. Bilder in den Sozialen Medien zeigen Fische, Schwäne, Enten und Delfine in der Lagunenstadt. Selbst ein Krokodil soll es geben – aber keine Sorge, das war Fake, da erlaubte sich ein Witzbold einen Scherz. Niemand kann sagen, ob das Wasser tatsächlich sauberer ist oder ob es nur klarer aussieht. Dafür braucht es Wasserproben, die das belegen.

Was sich auf jeden Fall positiv auf die Umwelt auswirken wird, ist das Ausbleiben des Massentourismus. Im Zentrum der Lagunenstadt leben rund 50.000 Menschen und 20 bis 30 Millionen Touristen kommen jährlich hinzu. Die Umweltbelastung, die dadurch für die Stadt rund um den Markusplatz entsteht, lässt sich an fünf Fingern abzählen.

In Rom gab es anfangs des Jahres Smog, inzwischen können die Römer wieder frische Luft schnappen. Statt die Abgase von Bussen, Autos oder Mopeds einzuatmen, riecht die Luft nach Frühling.

Derzeit unterliegen die Bewohner einer landesweiten Ausgangssperre, was zu weniger Verkehr führt. Die CO2-Emission geht zurück, die Luft wird momentan besser. Satellitenbilder der Europäischen Weltraumagentur ESA belegen eine Reduzierung des Stickstoffdioxid-Gehalts in der Luft über Norditalien.

Rom verfügte am Sonntag per Dekret die Schließung aller Fabriken, Büros und Firmen ab dem 23. März. Die erlaubte Produktion beschränkt sich auf Lebensmittel, Getränke, Medikamente sowie unverzichtbare Stoffe, wie Plastik, Gummi, Papier und Aluminium. Die erforderliche Infrastruktur, wie Supermärkte, Post, Banken, Ölraffinerien, Müllabfuhr, Wasserwirtschaft, Energieversorgung und Klimaanlagen bleibt intakt.

Allerdings geht dies den Arbeitern der Metallindustrie rund um Mailand zu wenig weit. Sie streiken für eine Schließung weiterer Fabriken und für schärfere Bestimmungen für die Lombardei – zu ihrem eigenen Schutz.

Die an die Schweiz angrenzende Region – Hochburg der italienischen Wirtschaft – ist am schlimmsten von COVID-19 betroffen. Hier lösen täglich neue Horrornachrichten über Todeszahlen und Neuinfektionen die vorherigen ab. Forscher vermuten jetzt einen Zusammenhang zwischen verpesteter Luft und Corona zu erkennen. Die Vorbelastung durch die Luftverschmutzung in diesem Industriegebiet könnte schuld an den hohen Todesraten in Italien sein. China leidet ebenso unter hoher Luftverschmutzung, daher erhebt sich die Frage, wieso die Todeszahlen in China niedriger als in Italien sind. Vermutlich spielt das Alter noch eine wesentliche Rolle, Italiens Bevölkerung ist die älteste in Europa. Das Durchschnittsalter (Altersmedian) der Italiener beträgt 46,3 Jahre, das der Chinesen liegt bei geschätzten 38,4 Jahren.

Wie lange der positive Umwelteffekt der Corona-Krise gerade in Italien anhält, muss sich zeigen. Italien gehört nach wie vor zu den Sorgenkindern der EU. Finanziell immer am Rande eines Staatsbankrotts, wird es für das Mittelmeerland nicht einfach werden, sich wirtschaftlich zu erholen.

Deutschland – Klimaschutz 2020 wird erreicht

In Deutschland, im restlichen Europa und in Amerika dürfte der CO2-Ausstoß in den kommenden Wochen deutlich zurückgehen. Mit Frühlingsanfang geht die Heizperiode dem Ende zu, was automatisch zu einer Klimaentlastung führt.

Die Industrie steht ebenfalls teilweise still. Geschäfts- und Urlaubsreisen kamen großteils zum Erliegen. Außer der Rückholung von bisher über 120.000 im Ausland gestrandeten deutschen Urlaubern durchs Auswärtige Amt, liegt der Flugverkehr praktisch lahm.

Die teilweise Anordnung von Ausgangssperren entlastet den Straßenverkehr, was zu einem vorübergehenden Rückgang des Stickstoffdioxid-Gehalts in der Luft führt. Stickoxide reizen und schädigen die Atmungsorgane und belasten die Umwelt. Gemäß dem Umweltbundesamt tragen sie zur sommerlichen Ozonbildung und zur Feinstaubbelastung bei. Hauptverursacher sind dabei der Straßenverkehr in Ballungsräumen und Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle.

Allerdings dürfte dies nur eine vorübergehende Entlastung für die Umwelt sein. Klimaexperten sprechen von einem Einmaleffekt, der nach der Corona-Krise schnell wieder verpuffen wird. So mahnt das Umweltbundesamt, dass Verbraucher den Konsum oft nachholen würden und ein Anstieg der Konjunktur zu noch höheren Emissionen führen könnte.

Viele Faktoren tragen zur Schadstoffkonzentration in der Luft bei. So spielt die Wetterlage eine wichtige Rolle sowie Feinstaubbildung durch Düngung der Felder in der Landwirtschaft. Die Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Umwelt lasse sich erst nach genauer Sicht der Datenlage bestimmen.

Einen positiven Effekt bewirkt die COVID-19 Krise allemal. Deutschland wird das Klimaschutz-Ziel für 2020 voraussichtlich erreichen. Der warme Winter und der Stillstand durch das Virus wird die Treibhausgasemissionen um mindestens 50 Millionen Tonnen CO2 gegenüber dem Vorjahr senken. Je nach Verlauf der Krise noch mehr. Das zumindest propagiert die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende, die die deutsche und europäische Energiewende begleitet. Eine „Abschätzung der Emission 2020“ steht auf der Webseite von Agora Energiewende zum kostenlosen Download bereit.

Deutschland – Chance nach Corona: grünes Konjunkturpaket

Um die vorübergehende Klimaschutz-Verschnaufpause in eine Langzeiterholung umzuwandeln, bedarf es eines  grünen Konjunkturpakets. Keinesfalls darf es nach der Viruswelle zur Kürzung klimaschutzrelevanter Investitionen führen.

Insbesondere muss das beschlossene Notfallpaket für die Industrie Vorgaben enthalten, in effizientere und klimaschonendere Technologien zu investieren. Um die Konjunktur im Bausektor anzukurbeln, sollten Gebäudesanierungen zur Verbesserung des Wärmeschutzes im Mittelpunkt stehen.

Im Automobilsektor muss die Produktion von Elektrofahrzeugen Vorrang erhalten. Laut der Denkfabrik Agora Energiewende sollte die Industrie die beginnende Kurzarbeiter-Phase für Trainingszwecke und Schulungen für die neuen Technologien nutzen. Neue klimaschonende Investitionen brauchen entsprechende Qualifikationen. Jetzt heißt es, die Zeit zu nutzen, um nach der Krise startklar zu sein.

„Ein Wachstumspaket, das diese Elemente nicht berücksichtigt und blind alte Technologien fördert, wäre demgegenüber sogar schädlich, weil es höhere Emissionen auf Dauer zementieren würde. Es ist daher jetzt nötig, dass zügig entsprechende Konzepte erarbeitet werden“, lautet die klare Aussage der Berliner Denkfabrik.

Schließung von Büros – arbeiten von zuhause

Jeden Tag erhalte ich von verschiedenen Firmen und Institutionen E-Mails. Alle teilen mir mit, dass ihre Büros geschlossen seien, aber das Business wie gewohnt weiterliefe. Die Unternehmen sind gut vernetzt, die Mitarbeiter arbeiten von zuhause aus. Der Dienstleistungssektor funktioniert digital.

Damit das teilweise leistungsschwache deutsche Internet nicht in die Knie geht, haben die Streamingdienste Netflix, Youtube, Amazon Prime und Co. ihre Übertragungsraten gedrosselt. Die in Quarantäne zuhause sitzenden Dauergucker sollen die im Homeoffice arbeitenden Beschäftigten nicht behindern. Wie viel zusätzlicher Stromverbrauch durch Dauernutzung von Fernseher und Internet entsteht, der die Umwelt belastet, wird sich noch zeigen.

Die COVID-19 Krise wird die Businesswelt verändern, künftig wird eine veränderte Firmenkultur herrschen. Mitarbeiter werden vermehrt im Homeoffice arbeiten, das spart die Kosten für einen Arbeitsplatz im Büro. Videokonferenzen, statt Meetings vor Ort, reduzieren Fahrtkosten. Die überlebenden Firmen werden die Griffel spitzen, um am Markt zu bleiben. Ein Vorteil ist, dass eine eingeschränkte Mobilität letztlich dem Klimaschutz dient.

China – Satellitenbilder der NASA

China war Ausgangspunkt von COVID-19. Von hier aus verbreitete sich das neue Virus in Windeseile. Das chinesische Neujahr feierten die Chinesen Ende Januar, anfangs Februar. Das Jahr der Metall-Ratte begann unter keinem guten Stern.

Jedes Jahr verhilft das chinesische Neujahr der Umwelt zu einer kurzen Verschnaufpause. Viele Firmen haben Betriebsferien, die Produktion in den Fabriken steht still. Das Corona-Virus verlängerte in diesem Jahr die Pause.

Satellitenbilder der NASA belegen einen Rückgang der Luftverschmutzung in China. Das Corona-Virus zwang die Chinesen dazu, Fabriken zu schließen und die Provinz Hubei abzuschotten. In der Folge sank die Konzentration des Stickstoffdioxids (NO2) deutlich. Aktuelle Messdaten belegen einen Rückgang der Stickoxidwerte um zehn bis 30 Prozent gegenüber den sonst üblichen Werten.

Jetzt hebt China die Sperren um Wuhan wieder auf und die Maschinen in den Fabriken laufen an. Wie es mit dem Ausstoß an Treibhausgasen weitergeht, wird sich zeigen. Schrumpft die Wirtschaft, nimmt die Umweltverschmutzung ab. Mal sehen, wie lange es braucht, bis die alten Werte erreicht sind.

COVID-19 – Schreckgespenst ohne schnelles Ende

War der Blick zu Beginn auf China gerichtet, erschrecken inzwischen die Zahlen aus Italien. Spanien steht nicht viel besser da und die USA ist inzwischen in Chinas Fußstapfen getreten. Wie es in UK weitergeht, bleibt abzuwarten. Boris Johnson ordnete inzwischen Ausgangsbeschränkungen an, um eine Ausbreitung einzudämmen. Aber er und die Queen schütteln als Vorbilder nach wie vor noch fleißig die Hände, von sozialer Distanz halten die beiden wohl nicht viel. Nach letzten Nachrichten, ist Boris Johnson am Virus erkrankt. Auch Prinz Charles soll betroffen sein.
Das britische Gesundheitssystem gilt als marode und zahlreiches Klinikpersonal hat das Land bereits wegen des Brexits verlassen. Krankenschwestern schützen sich teils mit Müllbeuteln – ein Trauerspiel. In Deutschland zeichnet sich aufgrund der rigorosen Maßnahmen eine leichte Entspannung ab. Leider war die Entspannung nur vorübergehend, inzwischen ist die Anzahl an Neuerkrankungen wieder hochgeschnellt und die Todesfälle nahmen zu.

Die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise kann derzeit niemand beziffern. Niemand weiß, wie viele Tote es noch geben wird. Und niemand kann abschätzen, wie lange der Ausnahmezustand noch andauert. Wir stehen etwa zwei Monate hinter China, bleibt zu hoffen, dass es nicht schlimmer als in China wird. Hoffnung gibt Südkorea, die Koreaner haben es dank ihrer umfangreichen Tests geschafft, das Corona-Monster einigermaßen in Griff zu bekommen.

Not macht erfinderisch, heißt ein altes Sprichwort. Vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder, bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Am Ende der Krise wird es Gewinner und Verlierer geben, des einen Fluch, des anderen Segen. Vielleicht trifft die Natur einfach nur eine darwinsche Auswahl, um sich selbst zu heilen.

Und solange unsere größte Sorge dem Hamstern von Toilettenpapier gilt, besteht noch Zuversicht, die Krise zu überstehen.

von Christa Stuber, 28.03.2020

COVID-19 ohne hamstern

14 Tage in Covid-19 Quarantäne überleben

Vorratshaltung in der Küche ist so wichtig, wie das Kochen selbst. Ich habe viele Jahre in Afrika und Asien gelebt, wo nicht immer alles um die Ecke erhältlich war. Da hieß es öfters warten, bis das nächste Schiff wieder mit Waren anlegt. Improvisiert! Seid kreativ!

Daher gehören für mich Vorräte in einer Küche grundsätzlich dazu. Niemand weiß, was morgen sein wird. Gerade in Zeiten einer Pandemie zahlt sich diese Vorsichtsmaßnahme aus. Und eine allgemeine Ausgangssperre ist derzeit nicht mehr auszuschließen.

Überprüft euren Bestand an Lebensmitteln, folgende Zutaten sollten vorhanden sein, ansonsten aufstocken, aber nicht hamstern. Denn nichts ist schlimmer als Lebensmittel wegzuwerfen. Und die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist gesichert, kein Grund zur Panik.

Haushaltsübliche Mengen reichen, das sind bei den Grundnahrungsmitteln jeweils ein Kilogramm pro Person.

Ohne Kühlung:

Getreideprodukte:

Pasta, Reis, Couscous, Bulgur, Polenta, Hirse, Gries, Cerealien, Haferflocken*, Brot

optional: Amaranth, Quinoa, Dinkel, Ebly

Gemüse: Kartoffeln, Zwiebel, Knoblauch

Obst: Äpfel

Nüsse und Kerne: Cashewnüsse, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Pinienkerne, Kürbiskerne, Sesamsamen

Sonstige Lebensmittel: Mehl, Zucker, Hefe

optional: Agavendicksaft, Ahornsirup, Hefeextrakt, Salzstangen, Kartoffelchips

Flaschen, Gläser, Tetra Pak und Tuben: Essig, Öl, Senf, Tomatenmark, Pesto, Hafer- oder Sojadrink, Kochcreme, Marme­lade

optional: Kapern, Oliven, Gewürzgurken, Tama­rinden­paste, Currypaste, Sojasauce, Kecap manis (Sojasauce, süß), Ketchup, Ajvar, Sambal Oelek (Chilisauce, scharf), Chilisauce

Konserven: Dosentomaten, passierte Tomaten, Mais­körner, Dicke Bohnen, Kidneybohnen, Kichererbsen, Erbsen, Pfifferlinge, Kokosnussmilch

Gewürze: Salz, Pfeffer, Kräutersalz, Gemüsebrühepulver*, Currypulver, Paprikapulver

optional: Hefeflocken, Chilipulver, getrocknete Chilischoten, Indi­sches All­round­gewürz, Koriander, Ing­wer, Currypasten, Zimt

Getrocknete Kräuter: Italienische Kräuter, Kräuter der Provence, Ore­gano, Thymian, Minze, Koriander, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch

Kühlschrank:

Frisches Obst, Gemü­se und Kräuter, Blattsalate, Salatgurken, Paprika, Creme Vega, Sojajoghurt, vegane Wurst, veganer Käse, Brotauf­striche, Margarine

optional: vegane Sprühsahne, Chili­schoten

Tiefkühlfach des Kühlschranks:

Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, Dill, Thymian, Rosmarin, Ingwer sowie Knob­lauch und Zwiebeln

Gefrierschrank:

Gemüse: Karotten, grüne Bohnen, Blumenkohl, Brokkoli,  Erbsen, Spinat, Kaisergemüse, Gemüsemischungen, Paprika, Champignon

Fertigprodukte: Pizza, veganes Speiseeis

Die Vorratshaltung entspricht nicht ganz klimafreundlichem Essen, da Produkte in Dosen oder im Tiefkühler mehr CO2e emittieren, als frische Lebensmittel. Aber in Notsituationen sieht die Sachlage etwas anders aus, da heißt es zunächst Prioritäten setzen. Und unser Klima erholt sich derzeit dank der Reisebeschränkungen bestens. Alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile.

*Haferflocken lassen sich mit Wasser einfach für Hafermilch ansetzen, Gemüsebrühepulver ist ideal als Basis für Suppen, daher den Vorrat üppiger berechnen.

Freilandanbau rund ums Jahr

Folgendes Obst und Gemüse wächst in Deutschland im Freiland

Januar und Februar sind echte Wintermonate. Trotzdem haben einige Gemüsesorten Saison. Zuchtpilze sind in Deutschland rund ums Jahr frisch verfügbar. Daher eignen sie sich besonders in den Wintermonaten, den Speisezettel klimafreundlich aufzupeppen. Einer der beliebtesten Zuchtpilze sind Champignons. Diese Pilze sind in Weiß oder Braun erhältlich. Durch den hohen Wasseranteil sind sie kalorienarm. Champignons kann man roh verzehren oder anbraten. Ideal sind sie in Soßen zu aller Art von Pasta. Aber auch zum Füllen von salzigen Kuchen oder Wraps.

Kräuterseitlinge und Austernpilze sind ebenfalls rund ums Jahr erhältlich. Angebraten schmecken die Pilze zu vielen Beilagen, wie Nudeln, Linsen- und Bohnengemüse, aber auch zu Kartoffel, Couscous oder Kichererbse.

Chicorée eignet sich hervorragend für Salate. Wer den leicht bitteren Geschmack nicht mag, kann die Blätter zuvor in lauwarmem Wasser waschen. Dies entzieht die Bitterstoffe. Chicorée lässt sich gut anbraten, dünsten oder in einem Auflauf verwenden.

Grünkohl – im Englischen als Kale bekannt – ist das Wintergemüse schlechthin. Es zählt zum einheimischen Superfood. Gerade im Winter liefert das grüne Gemüse Vitamin C, um die Abwehrkräfte zu stärken. Ferner enthält es Folsäure und Beta-Carotin. Grünkohl passt als Beilage zu Kartoffeln aber in Form eines Grünkohlpestos auch zu Pasta.

Und Feldsalat ist natürlich immer ein toller Salat. Mit einem Walnuss-Dressing und Walnüssen verfeinert, gehört der Salat in die gehobene Küche. Super schmecken auch gebratene Pilze zum leicht nussig schmeckenden Salat.

Freilandanbau im Januar

Obst: Äpfel (Lagerware)

Gemüse: Champignons, Kräuterseitlinge, Austernpilze, Chicorée, Grünkohl, Lauch/Porree, Rhabarber, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Steckrüben

Lagerware: Kürbis, Karotten, Kartoffel, Rotkohl, Weißkohl, Rote Bete, Wirsing, Zwiebeln

Salat: Feldsalat

Kräuter: von der heimischen Fensterbank

Freilandanbau im Februar

Obst: Äpfel (Lagerware)
Gemüse: Champignons, Kräuterseitlinge, Austernpilze, Chicorée, Grünkohl, Lauch/Porree, Chinakohl, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Sellerie
Lagerware: Kürbis, Karotten, Kartoffel, Rotkohl, Weißkohl, Rote Bete, Wirsing, Zwiebeln
Salat: Feldsalat
Kräuter: von der heimischen Fensterbank

Freilandanbau im März

Obst: Äpfel (Lagerware)

Gemüse: Austernpilze, Champignons, Kräuterseitlinge, Chinakohl, Grünkohl, Lauch/Porree, Pastinaken, Rettich, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Sellerie (Knolle)
Lagerware: Kürbis, Karotten, Kartoffel, Rotkohl, Weißkohl, Rote Bete, Wirsing, Zwiebeln

Salat: Feldsalat, erste Blattsalate aus ungeheizten Treibhäusern
Lagerware: Chicorée

Kräuter: Bärlauch, Basilikum, Koriander, Lorbeer, Petersilie, Schnittlauch

Im März ist der erste Rhabarber aus geschütztem Freilandanbau erhältlich. Jetzt heißt es zugreifen, denn die Saison endet wie beim Spargel am 24. Juni. Obwohl Rhabarber fruchtig schmeckt zählt er zum Gemüse und nicht zum Obst.

Freilandanbau im April

Im April geht es langsam bergauf mit der Ernte in Freiland. Blumenkohl, Radieschen und Spinat und mit etwas Glück den ersten Spargel des Jahres. Und die Rhabarberzeit beginnt. Rhabarber zählt zu den Gemüsesorten, obwohl er meist wie Obst verwendet wird.

Gemüse: Lauch (Porree), Lauchzwiebeln, Frühlingszwiebeln, Rhabarber, Spargel, Spinat

Aus geschütztem Anbau oder unbeheizten Gewächshäusern

Gemüse: Blumenkohl, Frühlingszwiebeln, Gurken, Lauchzwiebeln, Radieschen, Spargel

Salat: Feldsalat, Asia-Salat, Rucola, Kopfsalat

Freilandanbau im Mai

Im Mai ist Spargelzeit. Das königliche Gemüse schmeckt einfach herrlich. Spargelanbau besitzt in Deutschland eine lange Tradition. Bereits 1658 wuchsen die weißen Stangen im Schwetzinger Schlossgarten.

Die wichtigsten Spargelanbaugebiete in Deutschland sind:
Beelitz (Brandenburg), Nienburg (Niedersachen), Schrobenhausen (Bayern), Schwetzingen und Bruchsal (Baden-Württemberg) sowie Walbeck (Nordrhein-Westfalen).

Gemüse: Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Frühlingszwiebeln, Kohlrabi, Lauch (Porree), Lauchzwiebeln, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Spargel, Spinat, Zwiebeln

Salate: Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Kopfsalat, bunte Salate, Radicchio, Romanasalat, Rucola

Freilandanbau im Juni

Endlich naht der Sommer. Das Angebot an Freilandgemüse und Obst ist bereits reichhaltig. Die Spargelsaison ging traditionell am Johannistag zu Ende, ab dem 24. Juni wächst der Spargel zu grünen Bäumchen aus und tankt Kraft für nächstes Jahr. Rund sechs Wochen dauert die Spargelzeit, damit wird verständlich, warum Spargel nicht gerade das billigste Gemüse ist.
Dafür dürfen wir uns jetzt auf frisches Obst freuen. Im Juni hängen die ersten Kirschen am Baum und verlocken mit ihrer tiefroten Farbe zum Reinbeißen. Als weitere Köstlichkeit wachsen Erdbeeren auf den Feldern und die ersten Johannisbeeren hängen an den Sträuchern.

Obst: Erdbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, süß

Gemüse: Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Chinakohl, Erbsen, Fenchel, Frühlingszwiebeln, Gurken, klein, Kartoffeln, Kohlrabi, Lauch (Porree), Lauchzwiebeln, Mairüben, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rote Bete, Stangensellerie, Spargel, Spinat, Spitzkohl, Zwiebeln

Salate: Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Kopfsalat, Bunte Salate, Radicchio, Romanasalate, Rucola

 

folgt in den nächsten Monaten

 

Freilandanbau im Oktober

Obst: Äpfel, Birnen, Brombeeren, Quitten, Weintrauben

Nüsse: Esskastanien (Maroni), Haselnüsse,
Walnüsse

Gemüse: Blumenkohl, Bohnen,
Brokkoli, Chinakohl, Fenchel, Grünkohl, Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbis, Karotten,
Pastinaken, Wurzelpetersilie, Lauch, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Rote Bete,
Rotkohl, Schwarzwurzel, Stangen- und Knollensellerie, Speiserüben, Spinat, Spitzkohl,
Steckrüben, Weißkohl, Wirsingkohl, Zucchini, Zuckermais, Zwiebeln

Salat: Eisbergsalat, Endiviensalat, Feldsalat,
Kopfsalat, Bunte Salate, Radicchio, Romana, Rucola

Kräuter: Basilikum, Koriander, Petersilie, Schnittlauch

Freilandanbau im November

Obst:

Äpfel, Birnen, Quitten, Weintrauben

Nüsse: Esskastanien
(Maroni), Haselnüsse, Walnüsse

Gemüse: Champignons,
Chicorée, Chinakohl, Grünkohl, Knollensellerie, Kürbis, Lauch, Meerrettich, Pastinaken,
Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Schwarzwurzeln, Steckrüben, Topinambur, Weißkohl,
Wirsing

Salat: Feldsalat

Freilandanbau im Dezember

Obst:

Nüsse: Esskastanien, Haselnüsse, Walnüsse

Gemüse: Champignons, Chicorée, Grünkohl, Lauch, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Steckrüben

Salat: Feldsalat

Kräuter: