Freilandanbau im September

Freilandanbau im September: Im September heißt es Abschied nehmen vom Sommer. Die letzten Beeren und sommerliches Obst gehen zur Neige, dafür gibt es saftige Birnen und bald sind die ersten Trauben reif. Und endlich gibt es wieder Zwetschgenkuchen.

Beim Gemüse sieht es ähnlich aus. Die Freilandtomaten verabschieden sich bald, daher unbedingt nochmals kräftig zulangen. Die Septemberrezepte sind den Tomatenliebhabern gewidmet.

An den Marktständen liegen Kürbis, Rosenkohl und Grünkohl als Vorboten des Herbstes bereit. Gerade Grünkohl erlebte in den letzten Jahren ein Hype. Im Englischen als Kale bezeichnet, hielt es als Superfood Einzug in der Küche. Und Grünkohl schmeckt nicht nur klassisch zubereitet zu Kartoffeln, sondern auch scharf gewürzt zubereitet zu Reis oder als Pesto zu Pasta.

Aus Kürbis lassen sich allerlei Köstlichkeiten zubereiten. Angefangen mit einer cremigen Kürbissuppe, über eine Kürbis-Quiche mit Walnüssen bis hin zu zahlreichen Pfannengerichten. Rosenkohl lässt sich ebenfalls in einer mediterranen Rosenkohlpfanne mit Champignons und Tomaten verwenden.

Zuckermais ist ideal zum Ausklang der Grillsaison. Am besten kurz vorgaren bevor er auf die Glut Farbe annimmt. Und dazu ein herrlicher Sommersalat oder bereits ein herbstlicher Endivie- oder Feldsalat. Und dazu geschmorte Pfifferlinge, die es im September noch gibt.

Freuen Sie sich auf den September, auch wenn der Sommer zu Ende geht, der Herbst wartet mit eigenen Köstlichkeiten.

Freilandanbau im September:

Obst: Äpfel, Birnen, Brombeeren, Erdbeeren, Pflaumen, Stachelbeeren, Tafeltrauben

Gemüse: Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Grünkohl, Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbis, Karotten, Lauch (Porree), Pastinaken, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Sellerie, Spinat, Steckrüben, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zucchini, Zuckermais, Zwiebeln

Salat: Eissalat, Endiviensalat, Feldsalat, Kopfsalat, Bunte Salate, Radiccio, Romanasalate, Rucola (Rauke)

Rezepte im September

Rezepte im September: Der Monat September bildet den Übergang vom Sommer zum Herbst. Jetzt sind noch Freilandtomaten im Angebot. Dies sollten wir nutzen und die aromatischen roten Früchte, die sich Gemüse nennen, verzehren.

Italien und Tomaten gehören irgendwie zusammen, nicht zuletzt, da Italien bereits um 1700 in Sachen Tomaten als Vorreiter galt und sie als Zutaten im Menüplan schätzten. Daher hier zwei Rezepte mit Pasta.

Zu Tomaten passen auch Kartoffeln, daher keine italienische Pizza, sondern zur Abwechslung eine Kartoffelpizza. Rucola, im Deutschen auch als Rauke bekannt, ergänzt Tomaten perfekt in der mediterranen Küche. Hier noch drei mediterrane Rezepte im September.

Chili-Tomatensauce mit Penne

  • 1 TL      Knoblauch, TK
  • 1            Chilischote, klein, rot
  • 2 EL      Olivenöl
  • 200 g    Tomaten
  • 2 EL      Tomatenmark
  • 100 g    Kirschtomaten, gewaschen, halbiert
  • 1 EL      Petersilie, TK
  •               Salz, Pfeffer

Chilischote kleinschneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch und Chilischote darin kurz dünsten. Die Toma­ten waschen, kleinschneiden und zugeben, Tomatenmark einrühren und aufkochen. Salzen und pfeffern. Bei kleiner Hitze sanft köcheln lassen. Kirschtomaten und Petersilie kurz mit erwärmen. Penne nach Packungsvorschrift in Salzwasser abkochen, abgießen und mit der Sauce mischen.

Rucolasauce mit Tagliatelle

  • 75 g      Rucola (1/2 Schale)
  • 2 EL      Olivenöl
  • 1 TL      Knoblauch, TK
  • 100 g    Kirschtomaten, gewaschen, halbiert
  • 50 ml    Weißwein oder Gemüsebrühe
  •               Salz, Pfeffer

Rucola waschen, trockenschleudern und grob hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch darin kurz glasig dünsten, Tomaten und Rucola zugeben und 4 – 5 Minuten weiterdünsten Weißwein oder Ge­mü­sebrühe zugeben. Sparsam salzen und pfeffern. Tagliatelle nach Packungsangabe in Salz­wasser abkochen, abgießen und mit der Sauce mischen.


Kartoffelpizza mit Rucola

  • 600 g   Kartoffeln
  • 1            Zwiebel
  • 4 EL     Olivenöl
  • 1            Knoblauchzehe
  • 4            Stiele Thymian, abgezupft
  • 80 g      Reibkäse, vegan
  •               Salz, Pfeffer
  • 250 g    Tomaten
  • 1 Bund Rucola
  • 2 TL      Zitronensaft

Kartoffeln und Zwiebel schälen, klein reiben und mit 2 EL Öl mischen. Knoblauch und Thymian fein hacken und mit der Hälfte des veganen Käses untermischen. Kartoffelmischung salzen und pfeffern und gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Kartoffelpizza im heißen Ofen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze in der mittleren Schiene ca.  30 Minuten backen.

Währenddessen Tomaten waschen, Stilansatz entfernen und in Scheiben schneiden. Rucola verlesen, waschen und trockenschleudern. Rucola mit Zitronensaft und 2 EL Öl beträufeln, salzen und pfeffern.

Kartoffelpizza aus dem Ofen nehmen, die Tomaten darauf verteilen, salzen, pfeffern und mit dem restlichen Käse bestreuen. Nochmals in den Ofen schieben und weitere zehn Minuten backen.

Kartoffelpizza mit dem Rucolasalat bestreut servieren.

Rezepte im August

Rezepte im August: Die nachfolgenden Rezepte stammen aus dem Kochbuch „Volks-Kochbuch / für Schule, Fortbildungsschule und Haus“ von Hedwig Heyl, Neu-Babelsberg, 1905.
Per Zufall bin ich auf das Kochbuch gestoßen, daher zur Abwechslung für den August drei Salate, die Köchinnen und Köche bereits vor 115 Jahren zubereiteten.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

Im Rahmen des Projekt Gutenberg digitalisierten Freiwillige das Kochbuch als E-Book. Ich änderte nur die Umlaute, fügte einige Ergänzungen bei und löschte unnötiges, ansonsten sind die Texte original, ebenso die Rechtschreibung.

Verfasst auf Anregung Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Majestät Kaiserin Friedrich (Auguste Viktoria Friederike?). Zugeeignet in Dankbarkeit und steter Erinnerung an die Förderin des Volkswohls.
Die Rezepte sind stets, wo nicht anders angegeben, für zwei Personen berechnet.

Hier die Rezepte im August:

BOHNENSALAT

  • 3/4 kg (1-1/2 Pfd) Brech- oder Wachsbohnen
  • 2 l Wasser und 10 g Salz
  • 10 g Zwiebeln
  • 1 Essl. Öl
  • 1 Essl. Essig
  • 1 Essl. Brühe
  • 1 Prise Pfeffer und Salz
  • 1/2 Teel. Petersilie oder Schnittlauch

Vorbereitung: Die Bohnen werden abgezogen, gebrochen, gewaschen. Die Petersilie wird gewiegt, die Zwiebel gerieben.
Zubereitung: In vielem kochendem Salzwasser werden die Bohnen abgekocht; nachdem sie sich sehr weich anfühlen, lässt man sie auf einem Sieb mit kaltem Wasser überlaufen. Recht trocken abgelaufen, vermischt man sie mit Öl, ein wenig Brühe oder heißem Wasser und Salz, und mischt sie mit einem Löffel; nach und nach fügt man Zwiebeln, Pfeffer und Essig bei und mischt behutsam so lange, bis alle Flüssigkeit aufgesogen ist; dann kostet man die Bohnen sorgfältig ab, streut gewiegte Petersilie oder Schnittlauch hinein oder darüber und richtet den Salat bergartig an.

Salate waren bereits vor 115 Jahren beliebt:

GURKENSALAT

  • 1 Gurke
  • 1 Essl. Öl
  • 5 g Salz
  • 1 starke Prise weißer Pfeffer
  • 1/2 Essl. Essig oder Zitronensaft
  • 1/2 Teel. Schnittlauch
  • 1 Prise Zucker

Vorbereitung: Die abgewischte Gurke wird von der Spitze nach dem Stilansatz zu geschält bis alles Grüne entfernt ist, gekostet, und wenn sie bitter ist ganz oder teilweise verworfen. Kurz vor dem Anrichten scheibt man sie fein. Der Schnittlauch wird gewiegt.

Zubereitung: Die Gurkenblättchen werden mit Öl, Salz, Pfeffer, Schnittlauch, Zucker und Säure vermischt und, weil sie schnell und viel Saft ziehen, gleich zu Tisch gegeben.
Salat von Salzgurken wird ganz auf dieselbe Art, besonders mit Kartoffelscheiben vermischt, angemacht. Salat von Radieschen wird ebenso bereitet.

KRAUTSALAT

  • 250 g Weiss- oder Rotkohl geschnitten
  • 1-1/2 l Wasser
  • 5 g Salz
  • 1 Essl. Essig
  • 2 Essl. Öl
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Essl. Essig
  • 5 g Salz
  • 1 Prise weißer Pfeffer

Vorbereitung: Man taucht den auf einem Durchschlag liegenden feingeschnittenen Kohl in kochendes Wasser, dem man Salz und 1 Esslöffel Essig zusetzte und lässt ihn ablaufen.

Zubereitung: Öl, Zucker, 1 Esslöffel Essig, Salz und Pfeffer verrührt man, schüttet die Sauce über den Kohl und vermischt beides gründlich

Rezepte im Juli

Rezepte im Juli: Erntezeit für die ersten neuen Kartoffeln. An geschützten Stellen reifen Auberginen und endlich gibt es die ersten Freilandtomaten.

Hier die Rezepte im Juli:

Bohnen im „Speckmantel“, vegan

  • 1                 Aubergine
  • 1 EL           Olivenöl
  • 400 g        Bohnen, grüne
  • .                  Salz und Pfeffer aus der Mühle

Aubergine waschen, längs in sechs dünne Scheiben schneiden und salzen. Etwas 10 Minuten ziehen lassen, gut abtrocknen und im Olivenöl anbraten. Bohnen putzen, waschen und Spitzen abschneiden. Salzwasser zum Kochen bringen, Bohnen darin etwa 6-8 Minuten leicht bissfest kochen. In kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen
Auberginenscheiben auslegen und Bohnen darauf als Bündel verteilen und mit den Auberginen fest umwickeln. Die Auberginen-Bohnen-Päckchen in eine Auflaufform legen und im Ofen bei 180°C etwa zehn Minuten backen. 

Rosmarin-Ofenkartoffeln

  • 500 g         Kartoffeln, neue, kleine
  • 1 Zweig    Rosmarin
  • 1                 Knoblauchzehe
  • 1 EL           Olivenöl
  • .                  Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

Die Kartoffeln säubern und halbieren. Rosmarin waschen, trocken schütteln und Nadeln abzupfen. Knoblauch schälen, kleinschneiden. Kartoffeln, Gewürze und Öl in einer Schüssel mit Deckel gründlich durchschütteln.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen (abwischen und wiederverwenden) und die Kartoffeln bei 200 °C Umluft in der Mitte des Backofens (ohne vorheizen) etwa 45 Minuten backen.

Paprika mit Hirse gefüllt

  • 1 Tasse     Hirse
  • 2 Tassen  Wasser
  • 4                 Paprika, rot
  • 1                 Zwiebel, klein
  • 2                 Knoblauchzehen
  • 2                 Karotten
  • 1                 Zucchini
  • 1 TL           Oregano, frisch
  • 1 TL           Basilikum, frisch
  • 1 EL           Olivenöl
  • 1 TL           Salz
  • 1 TL           Pfeffer
  • 1 TL           Paprikapulver
  • 250 ml       Gemüsebrühe
  • 3 EL           Tomatenmark

Hirsekörner gründlich mit warmem Wasser waschen und gut abtropfen lassen. Mit der doppelten Menge Wasser bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die gesamte Flüssigkeit aufgesogen ist. Vom Herd nehmen.
Paprika waschen, Deckel abschneiden und entkernen. Mit der Öffnung nach oben in eine Auflaufform mit Deckel setzen. Zwiebel, Knoblauch und Karotten schälen, Zucchini waschen und in kleine Würfel schneiden. Kräuter waschen, abzupfen und kleinschneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch kurz andünsten, Karotten und Zucchini zugeben und weitere fünf Minuten mitbraten. Die gegarte Hirse zum Gemüse hinzufügen und nochmals fünf Minuten unter Rühren mitbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gut würzen und die Paprikaschoten mit dem Hirse-Gemüse-Gemisch befüllen, Deckel draufsetzen.
Gemüsebrühe mit dem Tomatenmark verrühren und in die Auflaufform geben. Paprika zugedeckt etwa eine halbe Stunde bei 180 Grad Ober-/Unterhitze garen.

Dazu passen grüne Fettuccine oder Risotto aus Reis im Trockenanbau, den gibt es aus Österreich und der Schweiz.

Wer mehr zum Thema Reisproduktion und Klimabelastung wissen will findet Infos in meinen Beitrag Problemfall Reis sowie ein Factsheet: Reis der Schweizer Stiftung myclimate.

Rezepte im Juni

Rezepte im Juni: Endlich gibt es wiederheimische Erdbeeren. Und mit Glück hängen die ersten süßen Kirschen am Baum. Die Spargelzeit dauert noch an. Fast wie im Paradies!

Hier die Rezepte im Juni:

Flammkuchen, Spargel

  • 220 g        Mehl
  • 3 EL          Olivenöl
  • 100 ml     Wasser
  • ½ TL        Salz
  • 500 g        Spargel, grün
  • 2 EL          Pesto, grün
  • 100 g         Reibekäse, vegan

Mehl, Olivenöl, Wasser und Salz zu ei­nem Teig verkneten. Die Oberfläche mit etwas Wasser befeuchten, mit einem Küchentuch abdecken und für 30 Minu­ten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Spargel waschen, unten schälen, längs halbieren und in etwa 2 – 3 Zentimeter große Stücke schneiden.
Den Teig dünn auf Backpapier ausrollen und auf ein Backblech legen. Mit dem Pesto bestreichen, Spargel darauf verteilen und den Reibekäse da­rüber streuen. Im auf 220 °C mit Umluft vorgeheizten Backofen für 12 – 15 Mi­nu­ten backen. 

Farfalle mit grünem Spargel

  • 250 g         Farfalle
  • ½               Zwiebel
  • 300 g         Spargel, grüner
  • 1 TL           Margarine
  • 100 ml      Gemüsebrühe
  • 100 ml      Kochcreme
  • .                  Salz, Pfeffer

Farfalle al dente kochen. Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Spargel waschen, putzen und in Stücke schneiden. Margarine in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Spargelstücke zufügen und 4 – 5 Minuten garen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, Kochcreme zufügen, kurz köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Farfalle abgießen und zur Spargelsauce geben.

Brokkoli mit Spaghetti

  • 250 g   Spaghetti
  • 1 EL      Olivenöl
  • 1 EL      Zwiebeln, gewürfelt
  • 1/2 . . . .Paprikaschote, in dünne Streifen geschnitten
  • 500 g    Brokkoli, frisch, in Röschen
  • 1 TL      Knoblauch, gewürfelt
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • .             Salz, Pfeffer

Spaghetti al dente kochen. Öl erhitzen, Zwiebeln, Paprikaschote, Brokkoli und Knob­lauch darin anbraten, mit der Gemüsebrühe ablöschen und 8 – 10 Minuten köcheln lassen. Spaghetti in die Pfanne geben, unterheben, salzen, pfeffern und servieren.

Rezepte im Mai

Rezepte im Mai: Mai ist Spargelzeit. Wer das königliche Gemüse liebt, sollte jetzt zugreifen, denn die Saison ist kurz, bereits um den 24. Juni ist die Spargelzeit vorbei. Chratzete ist eine südbadische Pfannkuchen-Spezialität, die her­vor­ragend zu Spargel passt

Hier die Rezepte im Mai:

Spargel mit Sauce Hollandaise, vegan

Spargel mit Sauce Hollandaise und Chratzete

  • 1 l               Wasser
  • 1 EL          Salz
  • ½ TL         Zucker
  • 1 EL          Margarine
  • 1 kg           Spargel, weiß

Wasser, Salz, Zucker sowie Margarine in einem aus­reichend großen Topf zum Ko­chen brin­gen. Den gut geschälten Spargel hineinlegen, kurz aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Den Spargel bei schwacher Hitze je nach Dicke der Stangen etwa 15 – 20 Minuten ziehen lassen.

Mit einem Küchenmesser ins Ende einer Spargelstange stechen, bietet der Spar­gel noch etwas Widerstand, ist er gar. Aus dem Topf heben, abtropfen lassen und ser­vieren.

Sauce Hollandaise

  • 60 g           Margarine
  • 200 ml      Kochcreme
  • 1 TL           Senf
  • 1 Spritzer  Zitronensaft
  • 1 Prise      Kurkuma
  • 2 TL           Speisestärke
  • 100 ml       Weißwein, trocken, vegan
  • 1 Prise      Kräutersalz, Pfeffer

Margarine in einem Topf erhitzen und die Kochcreme unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen hinzufügen. Senf, Zi­tronensaft und Kurkuma einrühren. Speisestärke mit dem Weißwein in einer Tasse verrühren, in den Topf geben und vor­sichtig aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort servieren.

Tipp: Statt Weißwein, Sekt verwenden und mit einer Prise Cayennepfeffer wür­zen.

Chratzete

  • 350 ml       Lupinen-Drink
  • 180g          Mehl
  • 3 EL           Sonnenblumenöl
  • 15 g           Backpulver
  • 1 TL           Salz
  • 2 EL           Öl zum Braten

Lupinen-Drink, Mehl, Öl, Salz und Back­pulver in der Kü­chen­maschine oder mit dem Hand­rühr­gerät zu einem glatten Teig verrühren und etwa eine Stunde ruhen lassen.

Öl in einer beschichteten Pfanne er­hit­zen, Teig zugeben und bei mittlerer Hitze stocken lassen. Den ganzen Pfann­kuchen wenden, wenn er unten gold-braun und die Oberseite nicht mehr flüs­sig ist.

Den Pfannkuchen in kleine Stücke zer­reißen, etwas Öl hinzufügen und die Stücke knusprig braten.

 

 

Rotwein-Graupen mit gebratenen weißen Spargeln

  • 200 g         Perlgraupen
  • .                  Salzwasser
  • 3                 Schalotten, gewürfelt
  • 2 EL           Olivenöl
  • 150 ml       Rotwein, trocken, vegan
  • 500 l          Gemüsebrühe
  • 50 g           Margarine
  • .                  Salz, Pfeffer aus der Mühle Pfeffer
  • 1 kg           Spargel, weiß
  • 2 EL           Margarine
  • 2                 Schalotten, klein geschnitten

Die Graupen in Salzwasser etwa 15 Mi­nuten leicht kochen lassen und unter kal­tem Wasser abspülen. Die Schalotten mit dem Olivenöl in einem Topf an­düns­ten, die Perlgraupen dazugeben und kurz mitdünsten. Mit dem Rotwein ablöschen und fast einkochen lassen. Gemüse­brü­he zugeben und 30 Minuten sanft kö­cheln lassen. Zum Schluss die Margarine unterrühren und nicht mehr kochen. Die Graupen sollten noch sämig sein. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Spargel schälen, längs und quer halbieren, zehn Mi­nu­ten in der Mar­garine mit den Scha­lotten bra­ten, salzen, pfeffern.

Rezepte im April

Rezepte im April: Endlich Frühjahr und es gibt wieder mehr Ernte im Freiland. Bei wärmerem Wetter locken die ersten Spargel des Jahres. Blumenkohl, Radieschen und Spinat sowie Rhabarber sind auf dem Markt erhältlich.

Hier die Rezepte im April:

Risotto

Rhabarber-Risotto mit Rucola-Kopfsalat (4 Personen)

  • 1                 Zwiebel, klein
  • 500 g       Rhabarber
  • 1 EL           Olivenöl
  • 250 g        Risottoreis oder Rundkornreis
  • 100 ml      Weißwein
  • 800 ml     Gemüsebrühe, erhitzt
  • .                  Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Parmesan, vegan, optional

Zwiebel schälen und klein würfeln, Rhabarber schälen und in 1 cm dicke Stücke schneiden. Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, Zwiebel zugeben und glasig dünsten. Rhabarber und Risottoreis zufügen und unter Rühren weitere zwei Minuten dämpfen. Mit dem Weißwein ablöschen. Die Gemüsebrühe nach und nach zugießen und unter Rühren einkochen lassen, bis das Risotto „al dente“ ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit veganem Parmesan bestreuen.

Salat mit Rucola

Kopfsalat mit Rucola

  • 1                 Kopfsalat
  • 100 g         Rucola
  • 1/2             Zwiebel
  • 2 EL           Himbeeressig
  • 2 EL           Haselnussöl
  • 1 TL           Honig oder Zucker
  • 1 TL           Senf
  • .                  Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL           Schnittlauch, gehackt

Kopfsalat und Rucola waschen, Kopfsalat in kleine Stücke zupfen und zusammen trockenschleudern. Zwiebel schälen und fein hacken.Essig, Öl, Honig, Senf, Salz, Pfeffer und Zwiebel glatt rühren.
Kopfsalat und Rucola im Dressing kurz vor dem Servieren anmachen, Schnittlauch darüber streuen und servieren.

Linguini mit Blumenkohl und Karotten

  • 1                 Blumenkohl, klein
  • 1                 Karotte
  • 20 g           Pinienkerne, gehackt
  • 2 EL           Olivenöl
  • 1                 Zwiebel, gewürfelt
  • 1                 Knoblauchzehe, gewürfelt
  • 200 ml     Gemüsebrühe
  • 100 ml     Kochcreme
  • .                  Salz, Pfeffer aus der Mühle Pfeffer
  • 200 g        Linguini
  •                    Salzwasser

Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne kurz anrösten, beiseitestellen.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Karotten und Blumenkohl darin etwa fünf Minuten anrösten. Zwiebel zugeben und weitere drei Minuten braten, Knoblauch unterrühren und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Etwa acht bis zehn Minuten sanft köcheln lassen. Kochcreme unterrühren.
Währenddessen die Linguini in Salzwasser in acht bis zehn Minuten al dente kochen, abgießen und sofort unter den Blumenkohl heben. Eventuell salzen und pfeffern. Mit den Pinienkernen bestreuen und servieren.

Rezepte im März

Rezepte im März: Im März ist der erste Rhabarber aus geschütztem Freilandanbau erhältlich. Jetzt heißt es zugreifen, denn die Saison endet wie beim Spargel am 24. Juni. Obwohl Rhabarber fruchtig schmeckt zählt er zum Gemüse und nicht zum Obst.

Hier die Rezepte im März:

Austernpilze

Chicorée, Austernpilze und Kartoffelstampf

  • 2                 Chicorée, klein
  • 250 g         Austernpilze
  • 100 g         Kochcreme oder Creme Vega
  • ½               Zwiebel
  • 1                 Knoblauchzehe
  • 1 EL           Öl
  • .                 Kräutersalz & Pfeffer
  • 1                 Thymianzweig, abgezupft

Chicorée von den äußeren Blättern befreien, waschen und den Strunk in der Mitte herausschneiden. Chicorée in lauwarmes Wasser legen, um die Bitterstoffe zu entfernen, danach in Streifen schneiden. Pilze je nach Größe halbieren oder vierteln. Zwiebel und Knoblauchzehe würfeln.
Öl in einer Pfanne erhitzen und nacheinander Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Pilze zufügen, salzen, pfeffern und zuletzt den Chicorée beigeben. Deckel auflegen und etwa 5 Minuten leicht köcheln lassen. Die Kochcreme oder Creme Vega unterrühren, aufkochen lassen und mit den Thymianblättchen bestreut servieren.

Kartoffelstampf

  • 1 kg           Kartoffeln, mehlig kochend
  • .                 Salzwasser
  • 50 ml        Kochcreme
  • 1 Prise      Muskatnuss, gerieben
  • .                 Salz

Kartoffeln schälen, vierteln und in einen Topf mit Salzwasser knapp bedecken. Nach 15-20 Minuten mit einem Messer testen, ob sie gar sind. Mit dem Handrührgerät oder einem Stampfer, samt Kochwasser verrühren. Die Kochcreme langsam zu geben und weiter rühren. Mit Muskatnuss und Salz abschmecken.

Zum Chicorée und den gebratenen Austernpilzen servieren.

Dinkel-Pfannkuchen mit Blattspinat (4 Personen)

  • 250 g         Dinkelmehl (Typ 630)
  • 500 ml      Sprudelwasser
  • 1 Prise      Salz
  • 2 -3 EL     Rapsöl

Das Dinkelmehl, Sprudelwasser und eine Prise Salz mit einem Handmixer verrühren und 15 – 30 Minuten quellen lassen. Pfannkuchen in einer Pfanne in wenig Rapsöl von beiden Seiten braten.

Blattspinat

  • 2 kg           Blattspinat, frisch
  • 1 EL           Olivenöl
  • 1                 Zwiebel, gehackt
  • 1                 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 Prise      Muskat
  • .                 Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 100 ml       Kochcreme
  • 1 EL           Kartoffelstärke

Blattspinat gründlich waschen und Stiele entfernen. Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch kurz mitdünsten. Spinat dazugeben und mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Kurz dünsten lassen, bis der Spinat zusammenfällt. Die Kartoffelstärke mit der Kochcreme in einer Tasse verrühren, zum Spinat geben, kurz aufkochen.

Den cremigen Spinat in die Dinkelpfannkuchen füllen, aufrollen und servieren.

COVID-19 und die Natur

COVID-19 gönnt der Natur eine Verschnaufpause

COVID-19: Die Corona-Pandemie raubt der Welt den Atem, legt derzeit ganze Volkswirtschaften nahezu lahm. Zahlreiche Unternehmen stoppten ihre Produktion und Lufthansa sucht händeringend Parkplätze für ihre Flieger. Die Tourismusbranche liegt am Boden. Die Venezianer sehen beim Blick durchs Fenster wieder Fische in ihren Kanälen. Und in der luftverschmutzten Lombardei platzen die Leichenhallen aus allen Nähten.

Italiens Natur – nur Kurzurlaub oder langfristige Erholung?

In Venedig legen derzeit keine Kreuzfahrtschiffe mehr an, was dazu führt, dass der Sandboden nicht aufgewirbelt wird. Bilder in den Sozialen Medien zeigen Fische, Schwäne, Enten und Delfine in der Lagunenstadt. Selbst ein Krokodil soll es geben – aber keine Sorge, das war Fake, da erlaubte sich ein Witzbold einen Scherz. Niemand kann sagen, ob das Wasser tatsächlich sauberer ist oder ob es nur klarer aussieht. Dafür braucht es Wasserproben, die das belegen.

Was sich auf jeden Fall positiv auf die Umwelt auswirken wird, ist das Ausbleiben des Massentourismus. Im Zentrum der Lagunenstadt leben rund 50.000 Menschen und 20 bis 30 Millionen Touristen kommen jährlich hinzu. Die Umweltbelastung, die dadurch für die Stadt rund um den Markusplatz entsteht, lässt sich an fünf Fingern abzählen.

In Rom gab es anfangs des Jahres Smog, inzwischen können die Römer wieder frische Luft schnappen. Statt die Abgase von Bussen, Autos oder Mopeds einzuatmen, riecht die Luft nach Frühling.

Italien – landesweite Ausgangssperre

Derzeit unterliegen die Bewohner einer landesweiten Ausgangssperre, was zu weniger Verkehr führt. Die CO2-Emission geht zurück, die Luft wird momentan besser. Satellitenbilder der Europäischen Weltraumagentur ESA belegen eine Reduzierung des Stickstoffdioxid-Gehalts in der Luft über Norditalien.

Rom verfügte am Sonntag per Dekret die Schließung aller Fabriken, Büros und Firmen ab dem 23. März. Die erlaubte Produktion beschränkt sich auf Lebensmittel, Getränke, Medikamente sowie unverzichtbare Stoffe, wie Plastik, Gummi, Papier und Aluminium. Die erforderliche Infrastruktur, wie Supermärkte, Post, Banken, Ölraffinerien, Müllabfuhr, Wasserwirtschaft, Energieversorgung und Klimaanlagen bleibt intakt.

Arbeitern streiken für Schließung weiterer Fabriken

Allerdings geht dies den Arbeitern der Metallindustrie rund um Mailand zu wenig weit. Sie streiken für eine Schließung weiterer Fabriken und für schärfere Bestimmungen für die Lombardei – zu ihrem eigenen Schutz.

Die an die Schweiz angrenzende Region – Hochburg der italienischen Wirtschaft – ist am schlimmsten von COVID-19 betroffen. Hier lösen täglich neue Horrornachrichten über Todeszahlen und Neuinfektionen die vorherigen ab. Forscher vermuten jetzt einen Zusammenhang zwischen verpesteter Luft und Corona zu erkennen. Die Vorbelastung durch die Luftverschmutzung in diesem Industriegebiet könnte schuld an den hohen Todesraten in Italien sein. China leidet ebenso unter hoher Luftverschmutzung, daher erhebt sich die Frage, wieso die Todeszahlen in China niedriger als in Italien sind. Vermutlich spielt das Alter noch eine wesentliche Rolle, Italiens Bevölkerung ist die älteste in Europa. Das Durchschnittsalter (Altersmedian) der Italiener beträgt 46,3 Jahre, das der Chinesen liegt bei geschätzten 38,4 Jahren.

Wie lange der positive Umwelteffekt der Corona-Krise gerade in Italien anhält, muss sich zeigen. Italien gehört nach wie vor zu den Sorgenkindern der EU. Finanziell immer am Rande eines Staatsbankrotts, wird es für das Mittelmeerland nicht einfach werden, sich wirtschaftlich zu erholen.

COVID-19: Deutschland – Klimaschutz 2020 wird erreicht

In Deutschland, im restlichen Europa und in Amerika dürfte der CO2-Ausstoß in den kommenden Wochen deutlich zurückgehen. Mit Frühlingsanfang geht die Heizperiode dem Ende zu, was automatisch zu einer Klimaentlastung führt.

Die Industrie steht ebenfalls teilweise still. Geschäfts- und Urlaubsreisen kamen großteils zum Erliegen. Außer der Rückholung von bisher über 120.000 im Ausland gestrandeten deutschen Urlaubern durchs Auswärtige Amt, liegt der Flugverkehr praktisch lahm.

Die teilweise Anordnung von Ausgangssperren entlastet den Straßenverkehr, was zu einem vorübergehenden Rückgang des Stickstoffdioxid-Gehalts in der Luft führt. Stickoxide reizen und schädigen die Atmungsorgane und belasten die Umwelt. Gemäß dem Umweltbundesamt tragen sie zur sommerlichen Ozonbildung und zur Feinstaubbelastung bei. Hauptverursacher sind dabei der Straßenverkehr in Ballungsräumen und Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle.

Allerdings dürfte dies nur eine vorübergehende Entlastung für die Umwelt sein. Klimaexperten sprechen von einem Einmaleffekt, der nach der Corona-Krise schnell wieder verpuffen wird. So mahnt das Umweltbundesamt, dass Verbraucher den Konsum oft nachholen würden und ein Anstieg der Konjunktur zu noch höheren Emissionen führen könnte.

Schadstoffkonzentration in der Luft

Viele Faktoren tragen zur Schadstoffkonzentration in der Luft bei. So spielt die Wetterlage eine wichtige Rolle sowie Feinstaubbildung durch Düngung der Felder in der Landwirtschaft. Die Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Umwelt lasse sich erst nach genauer Sicht der Datenlage bestimmen.

Einen positiven Effekt bewirkt die COVID-19 Krise allemal. Deutschland wird das Klimaschutz-Ziel für 2020 voraussichtlich erreichen. Der warme Winter und der Stillstand durch das Virus wird die Treibhausgasemissionen um mindestens 50 Millionen Tonnen CO2 gegenüber dem Vorjahr senken. Je nach Verlauf der Krise noch mehr. Das zumindest propagiert die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende, die die deutsche und europäische Energiewende begleitet. Eine „Abschätzung der Emission 2020“ steht auf der Webseite von Agora Energiewende zum kostenlosen Download bereit.

Deutschland – Chance nach Corona: grünes Konjunkturpaket

Um die vorübergehende Klimaschutz-Verschnaufpause in eine Langzeiterholung umzuwandeln, bedarf es eines  grünen Konjunkturpakets. Keinesfalls darf es nach der Viruswelle zur Kürzung klimaschutzrelevanter Investitionen führen.

Insbesondere muss das beschlossene Notfallpaket für die Industrie Vorgaben enthalten, in effizientere und klimaschonendere Technologien zu investieren. Um die Konjunktur im Bausektor anzukurbeln, sollten Gebäudesanierungen zur Verbesserung des Wärmeschutzes im Mittelpunkt stehen.

Im Automobilsektor muss die Produktion von Elektrofahrzeugen Vorrang erhalten. Laut der Denkfabrik Agora Energiewende sollte die Industrie die beginnende Kurzarbeiter-Phase für Trainingszwecke und Schulungen für die neuen Technologien nutzen. Neue klimaschonende Investitionen brauchen entsprechende Qualifikationen. Jetzt heißt es, die Zeit zu nutzen, um nach der Krise startklar zu sein.

„Ein Wachstumspaket, das diese Elemente nicht berücksichtigt und blind alte Technologien fördert, wäre demgegenüber sogar schädlich, weil es höhere Emissionen auf Dauer zementieren würde. Es ist daher jetzt nötig, dass zügig entsprechende Konzepte erarbeitet werden“, lautet die klare Aussage der Berliner Denkfabrik.

Schließung von Büros – arbeiten von zuhause

Jeden Tag erhalte ich von verschiedenen Firmen und Institutionen E-Mails. Alle teilen mir mit, dass ihre Büros geschlossen seien, aber das Business wie gewohnt weiterliefe. Die Unternehmen sind gut vernetzt, die Mitarbeiter arbeiten von zuhause aus. Der Dienstleistungssektor funktioniert digital.

Damit das teilweise leistungsschwache deutsche Internet nicht in die Knie geht, haben die Streamingdienste Netflix, Youtube, Amazon Prime und Co. ihre Übertragungsraten gedrosselt. Die in Quarantäne zuhause sitzenden Dauergucker sollen die im Homeoffice arbeitenden Beschäftigten nicht behindern. Wie viel zusätzlicher Stromverbrauch durch Dauernutzung von Fernseher und Internet entsteht, der die Umwelt belastet, wird sich noch zeigen.

Die COVID-19 Krise wird die Businesswelt verändern, künftig wird eine veränderte Firmenkultur herrschen. Mitarbeiter werden vermehrt im Homeoffice arbeiten, das spart die Kosten für einen Arbeitsplatz im Büro. Videokonferenzen, statt Meetings vor Ort, reduzieren Fahrtkosten. Die überlebenden Firmen werden die Griffel spitzen, um am Markt zu bleiben. Ein Vorteil ist, dass eine eingeschränkte Mobilität letztlich dem Klimaschutz dient.

COVID-19: China – Satellitenbilder der NASA

China war Ausgangspunkt von COVID-19. Von hier aus verbreitete sich das neue Virus in Windeseile. Das chinesische Neujahr feierten die Chinesen Ende Januar, anfangs Februar. Das Jahr der Metall-Ratte begann unter keinem guten Stern.

Jedes Jahr verhilft das chinesische Neujahr der Umwelt zu einer kurzen Verschnaufpause. Viele Firmen haben Betriebsferien, die Produktion in den Fabriken steht still. Das Corona-Virus verlängerte in diesem Jahr die Pause.

Satellitenbilder der NASA belegen einen Rückgang der Luftverschmutzung in China. Das Corona-Virus zwang die Chinesen dazu, Fabriken zu schließen und die Provinz Hubei abzuschotten. In der Folge sank die Konzentration des Stickstoffdioxids (NO2) deutlich. Aktuelle Messdaten belegen einen Rückgang der Stickoxidwerte um zehn bis 30 Prozent gegenüber den sonst üblichen Werten.

Jetzt hebt China die Sperren um Wuhan wieder auf und die Maschinen in den Fabriken laufen an. Wie es mit dem Ausstoß an Treibhausgasen weitergeht, wird sich zeigen. Schrumpft die Wirtschaft, nimmt die Umweltverschmutzung ab. Mal sehen, wie lange es braucht, bis die alten Werte erreicht sind.

COVID-19 – Schreckgespenst ohne schnelles Ende

War der Blick zu Beginn auf China gerichtet, erschrecken inzwischen die Zahlen aus Italien. Spanien steht nicht viel besser da und die USA ist inzwischen in Chinas Fußstapfen getreten. Wie es in UK weitergeht, bleibt abzuwarten. Boris Johnson ordnete inzwischen Ausgangsbeschränkungen an, um eine Ausbreitung einzudämmen. Aber er und die Queen schütteln als Vorbilder nach wie vor noch fleißig die Hände, von sozialer Distanz halten die beiden wohl nicht viel. Nach letzten Nachrichten, ist Boris Johnson am Virus erkrankt. Auch Prinz Charles soll betroffen sein.

UK – marodes Gesundheitssystem

Das britische Gesundheitssystem gilt als marode und zahlreiches Klinikpersonal hat das Land bereits wegen des Brexits verlassen. Krankenschwestern schützen sich teils mit Müllbeuteln – ein Trauerspiel. In Deutschland zeichnet sich aufgrund der rigorosen Maßnahmen eine leichte Entspannung ab. Leider war die Entspannung nur vorübergehend, inzwischen ist die Anzahl an Neuerkrankungen wieder hochgeschnellt und die Todesfälle nahmen zu.

Die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise kann derzeit niemand beziffern. Niemand weiß, wie viele Tote es noch geben wird. Und niemand kann abschätzen, wie lange der Ausnahmezustand noch andauert. Wir stehen etwa zwei Monate hinter China, bleibt zu hoffen, dass es nicht schlimmer als in China wird. Hoffnung gibt Südkorea, die Koreaner haben es dank ihrer umfangreichen Tests geschafft, das Corona-Monster einigermaßen in Griff zu bekommen.

Not macht erfinderisch, heißt ein altes Sprichwort. Vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder, bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Am Ende der Krise wird es Gewinner und Verlierer geben, des einen Fluch, des anderen Segen. Vielleicht trifft die Natur einfach nur eine darwinsche Auswahl, um sich selbst zu heilen.

Und solange unsere größte Sorge dem Hamstern von Toilettenpapier gilt, besteht noch Zuversicht, die Krise zu überstehen.

von Christa Stuber, 28.03.2020

COVID-19 ohne hamstern

COVID-19 ohne hamstern: 14 Tage in Covid-19 Quarantäne überleben

COVID-19 ohne hamstern: Vorratshaltung in der Küche ist so wichtig, wie das Kochen selbst. Ich habe viele Jahre in Afrika und Asien gelebt, wo nicht immer alles um die Ecke erhältlich war. Da hieß es öfters warten, bis das nächste Schiff wieder mit Waren anlegt. Improvisiert! Seid kreativ!

Daher gehören für mich Vorräte in einer Küche grundsätzlich dazu. Niemand weiß, was morgen sein wird. Gerade in Zeiten einer Pandemie zahlt sich diese Vorsichtsmaßnahme aus. Und eine allgemeine Ausgangssperre ist derzeit nicht mehr auszuschließen.

Überprüft euren Bestand an Lebensmitteln, folgende Zutaten sollten vorhanden sein, ansonsten aufstocken, aber nicht hamstern. Denn nichts ist schlimmer als Lebensmittel wegzuwerfen. Und die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist gesichert, kein Grund zur Panik.

Haushaltsübliche Mengen reichen, das sind bei den Grundnahrungsmitteln jeweils ein Kilogramm pro Person.

COVID-19 ohne hamstern: So geht’s

Ohne Kühlung:

Getreideprodukte:

Pasta, Reis, Couscous, Bulgur, Polenta, Hirse, Gries, Cerealien, Haferflocken*, Brot

optional: Amaranth, Quinoa, Dinkel, Ebly

Gemüse: Kartoffeln, Zwiebel, Knoblauch

Obst: Äpfel

Nüsse und Kerne: Cashewnüsse, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Pinienkerne, Kürbiskerne, Sesamsamen

Sonstige Lebensmittel: Mehl, Zucker, Hefe

optional: Agavendicksaft, Ahornsirup, Hefeextrakt, Salzstangen, Kartoffelchips

Flaschen, Gläser, Tetra Pak und Tuben: Essig, Öl, Senf, Tomatenmark, Pesto, Hafer- oder Sojadrink, Kochcreme, Marme­lade

optional: Kapern, Oliven, Gewürzgurken, Tama­rinden­paste, Currypaste, Sojasauce, Kecap manis (Sojasauce, süß), Ketchup, Ajvar, Sambal Oelek (Chilisauce, scharf), Chilisauce

Konserven: Dosentomaten, passierte Tomaten, Mais­körner, Dicke Bohnen, Kidneybohnen, Kichererbsen, Erbsen, Pfifferlinge, Kokosnussmilch

Gewürze: Salz, Pfeffer, Kräutersalz, Gemüsebrühepulver*, Currypulver, Paprikapulver

optional: Hefeflocken, Chilipulver, getrocknete Chilischoten, Indi­sches All­round­gewürz, Koriander, Ing­wer, Currypasten, Zimt

Getrocknete Kräuter: Italienische Kräuter, Kräuter der Provence, Ore­gano, Thymian, Minze, Koriander, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch

Kühlschrank:

Frisches Obst, Gemü­se und Kräuter, Blattsalate, Salatgurken, Paprika, Creme Vega, Sojajoghurt, vegane Wurst, veganer Käse, Brotauf­striche, Margarine

optional: vegane Sprühsahne, Chili­schoten

Tiefkühlfach des Kühlschranks:

Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, Dill, Thymian, Rosmarin, Ingwer sowie Knob­lauch und Zwiebeln

Gefrierschrank:

Gemüse: Karotten, grüne Bohnen, Blumenkohl, Brokkoli,  Erbsen, Spinat, Kaisergemüse, Gemüsemischungen, Paprika, Champignon

Fertigprodukte: Pizza, veganes Speiseeis

Die Vorratshaltung entspricht nicht ganz klimafreundlichem Essen, da Produkte in Dosen oder im Tiefkühler mehr CO2e emittieren, als frische Lebensmittel. Aber in Notsituationen sieht die Sachlage etwas anders aus, da heißt es zunächst Prioritäten setzen. Und unser Klima erholt sich derzeit dank der Reisebeschränkungen bestens. Alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile.

*Haferflocken lassen sich mit Wasser einfach für Hafermilch ansetzen, Gemüsebrühepulver ist ideal als Basis für Suppen, daher den Vorrat üppiger berechnen.